Die erste große Deportation der Jüdinnen und Juden vor 84 Jahren am 9./10. Mai 1942 war der Beginn des Holocaust in Erfurt und Thüringen. Jüdinnen und Juden wurden nach Weimar gebracht, in der Viehauktionshalle festgehalten und am 10. Mai 1942 in ein Ghetto im polnischen Bełżyce verschleppt. Fast alle der 513 aus Thüringen deportierten Männer, Frauen und Kinder wurden wenige Monate nach ihrer Ankunft in Bełżyce oder einem Lager in der Region ermordet. Nur eine junge Frau, Hannelore Wolf, nach Heirat und Emigration in die USA Laura Hilmann, überlebte.
Andreas Kahrs studierte in Hamburg und Kraków und promovierte an der Humboldt-Universität. Als Geschäftsführer der NGO what matters liegt sein Schwerpunkt auf Forschungs- und Bildungsprojekten zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Erinnerung an den Holocaust insbesondere in Mittelund Osteuropa.